Reinhard Weiß
DDS Funktionsgenerator MHS-5225P (Serie MHS-5200)

MHS-5200Der Funktionsgenerator der Serie MHS-5200 von mhinstek hat 2 unabhängige Kanäle, die je nach Version mit bis zu 6 MHz (MHS-5206) bzw. 25 MHz (nur Sinus, MHS-5225) verschiedene Kurvenformen abgeben, z.B. Sinus, Rechteck, Dreieck und benutzerdefinierte. Die Version mit "P" am Ende hat darüber hinaus noch einen zuschaltbaren 15 W-Leistungsverstärker (PA), der aber nur bis 80 kHz (oder als Breitbandversion bis 5 MHz, "P+") spezifiziert ist. Als interessantes Feature gibt es die Möglichkeit, frei programmierbare Signalverläufe (Arbitrary) mit 1024 Punkten und 8 Bit Amplitude in 16 Speicherplätzen abzulegen. Je nach Version kostet das Gerät bei eBay zwischen etwa 58 € (65 US$) (6 MHz) und 105 € (118 US$) (25 MHz mit PA) bzw. 130 € (146 US$) (Breitband PA 5/25 MHz, derzeit vergriffen) oder 123 € (97 GBP) (Preise jeweils ohne Zoll/Steuer, Stand 02/2016).

Man kann von dem Gerät keine Wunder erwarten, aber für einfache Anwendungen ist es sicher gut einzusetzen und dafür erstaunlich günstig. Ähnliche Geräte gibt es bei eBay unter der Bezeichnung FY2202S (ab 48 €) oder FY3224S. Die Geräte werden im Netz zum Teil detailliert besprochen, allerdings nur in englischsprachigen Foren und Youtube-Videos. Dabei zeigen sich einige Schwächen, mit denen man leben muss (z.B. Jitter, Überschwinger, Verzerrungen), teilweise gibt es Abhilfemaßnahmen. Sehr aufschlussreich sind die Videos Review and Teardown und Fixing zum MHS-5200. Unter Analog Zoo findet man den Stromlauf für die Modifikationen des Ausgangsverstärkers. Ich habe hier einen Belegungsplan der Platinen erstellt (Version mit Leistungsverstärker).

Der Ausgangsverstärker scheint einen Designfehler zu haben, weil die Verzerrungen der Sinusschwingung bei großer Ausgangsspannung und hoher Frequenz ungewöhnlich hoch sind. Ab etwa 12 MHz sind bei 13 Vss z.B. deutliche Verzerrungen der Sinuskurven zu erkennen. Reduziert man die Ausgangsspannung auf z.B. 2 Vss, ist die Kurvenform auch bei 25 MHz noch gut. Wie in den Videos gezeigt wird, scheint das u.a. an zu geringer Betriebsspannung (+/-9 V) des Endverstärker-ICs zu liegen bzw. an einem ungeeigneten IC-Typ (AD812), der eine zu geringe Slew Rate habe. Durch ungünstige Filterdimensionierung sind zudem die Überschwinger beim Rechteck zu hoch (bis 15 %). Wenn man das Verstärker-IC austauscht (z.B. gegen THS3092D) und auch die Filterkomponenten anpasst, kann man Verzerrung (beim Sinus) und Überschwinger (beim Rechteck) deutlich verbessern. Details dazu siehe unten bei den Links.

Die folgenden Eigenschaften und Eigenarten sind mir bei ersten Tests aufgefallen:

Einige wichtige Links:

(erstellt 02.02.2016, zuletzt bearbeitet 28.02.2016, neu strukturiert 25.12.2017)

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© Reinhard Weiß 2017 - letzte Änderung: 25.12.2017 18:27 / 1